Soziales Engagement

Der Mensch im Mittelpunkt

Wir verstehen uns als eine sorgende Gemeinschaft, die für andere Menschen da ist. Auf der Basis unserer christlichen Überzeugung sind wir Anwalt für Familien, wollen junge Menschen z.B. in der Phase der Berufsorientierung begleiten, Älteren zeigen, dass sie gebraucht werden, Fremde willkommen heißen und Gesellschafts-politik mitgestalten.

12. November 2015

Politisch, praktisch, gut!

Informationsabend mit Geflüchteten in Haste

Am 12. November fand im Johannes-Prassek-Haus an der Christus König Kirche ein Informationsabend zum Thema "Flüchtlinge in Haste" statt. Kolping-und Gemeindemitglied Norbert Poerschke berichtete von seinem Engagement für Geflüchtete, die in den Stadtteilen Haste, Dodesheide und Sonnenhügel leben. Unter den rund 100 interessierten Zuhörenden waren auch ein Dutzend syrische Gemeindemitglieder, die den Abend mit vorbereitet hatten.

 

"So viel Tee habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht getrunken", berichtet Norbert Poerschke, als er von der Gastfreundlichkeit vieler syrischer Familien schwärmt. Vor rund zwei Jahren hat er angefangen sich für die Belange geflüchteter Menschen in unseren Stadtteilen einzusetzen. In enger Kooperation mit der Caritas setzt er bei ganz praktischen Dingen an. "Viele Flüchtlinge werden in Wohnungen vermittelt, in denen kein Bodenbelag, sondern nur der blanke Estrich vorhanden ist", erzählt Poerschke. Die 2000 Euro, welche Geflüchtete für die Erstausstattung der Wohnung erhalten, seien damit schnell verbraucht. Aus diesem Grund hat er ein Möbellager gegründet, wo gut erhaltene, gebrauchte Möbel, Bettwaren und Einrichtungsgegenstände gespendet und an Geflüchtete weitergegeben werden. Damit die neuen Nachbarn aus Syrien oder Ostafrika auch mobil sein können, betreibt Norbert Poerschke außerdem eine Fahrradwerkstatt, in der alte Fahrräder von und für Geflüchtete repariert werden. Ein drittes Projekt, für welches noch Mitstreiter/-innen gesucht werden, nennt sich "Familienpatenschaften". Die Idee dahinter ist, dass hier ansässige Familien oder Einzelpersonen eine Art Patenschaft für eine geflüchtete Familie übernehmen und sie dabei unterstützen, sich in der neuen Umgebung zu Recht zu finden. Neben diesen drei eigens ins Leben gerufenen Projekten kooperiert Poerschke auch mit anderen Initiativen: Jene Neuzugewanderten, die noch keinen Anspruch auf einen Deutschkurs haben, können jetzt im Rahmen eines Projekts des Mehrgenerationenhauses Deutsch lernen. Ehrenamtliche DaZ-Dozierende bringen ihnen im Mehrgenerationenhaus sowie in den Räumen des Johannes-Prassek-Hauses erste Wörter und Sätze bei. Ferner wurde in Abstimmung mit der Osnabrücker Tafel eine kleine Tafel in Haste eingerichtet, wo Lebensmittel ausschließlich an Geflüchtete verteilt werden.


Um den Zuhörenden zu verdeutlichen, warum die Geflüchteten bei uns sind, hat die 17-jährige Benita Kourbaj stellvertretend für alle anwesenden Syrerinnen und Syrer Fotos und Filme über ihre Heimatstadt Aleppo gezeigt. Zunächst war die wunderschöne Stadt vor dem Krieg zu sehen: Prächtige Straßen, eine mittelalterliche Zitadelle und die Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe ernannte wurde. Anschließend gab es Aufnahmen der verheerenden Zerstörung der einstigen Metropole zu sehen, die verdeutlichten, dass es dort für die Menschen keine Perspektive mehr gibt. Ein junger Syrer berichtete von seiner Flucht über das Mittelmeer, geldhungrigen Schleppern und von den Gefahren, die er für die Sicherheit seiner Familie aufgenommen hat.


Der Abend war auch durchaus politisch. Sowohl Norbert Frische, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, als auch Norbert Poerschke und sein syrischer Kollege Mikael Rai betonten, dass unter den Geflüchteten viele junge, gut qualifizierte Menschen seien, die ehrgeizige Ziele hätten und eine große Bereicherung für unsere alternde Gesellschaft darstellten. Auch wenn die Stimmung im Land allmählich umzuschwenken scheint, sei es unsere Aufgabe und Pflicht, diesen Menschen zu helfen.


Wer sich für eines der Projekte interessiert, kann uns gern über das Kontaktformular eine Nachricht zukommen lassen. Wir leiten sie an den zuständigen Ansprechpartner weiter.

© Kolpingsfamilie Haste / Dodesheide

10. Oktober 2015

Ausmisten für einen guten Zweck

Gebrauchtkleidersammlung der Kolpingsfamilie ist sinnvoll und fair

Am 10. Oktober 2015 organisierte die Kolpingsfamilie der Christus König Gemeinde erneut eine Gebrauchtkleidersammlung in den Stadtteilen Haste, Dodesheide und Sonnenhügel. In elf Kleingruppen fuhren rund 30 Kolpingsmitglieder sowie weitere freiwillige Helferinnen und Helfer sämtliche Straßen in Osnabrücks Norden ab und sammelten Kleider-, Schuh- und Textilspenden ein, die sowohl an soziale Kaufhäuser in Deutschland als auch an hilfsbedürftige Menschen in der ganzen Welt weiterverkauft werden. Ein weiterer Teil der Spenden wurde der Wärmestube in der Bramscher Straße übergeben. Der Erlös, den die Kolpingsfamilie für die gesammelten 5,4 Tonnen Kleidung erhält, kommt sozialen Projekten in Osnabrück zugute. Neben dem Engagement für eine gute Sache steht bei Kolping immer auch die Gemeinschaft und Begegnung im Vordergrund und so freuten sich die Verantwortlichen ganz besonders über die tatkräftige Unterstützung zweier syrischer junger Männer aus der Gemeinde. Bei einem gemeinsamen Mittagessen ließen alle Helferinnen und Helfer die erfolgreiche Aktion gemütlich ausklingen.


Ein großer Dank geht an alle, die die Gebrauchtkleidersammlung durch eigene Tatkraft oder die Leihgabe eines Sammelfahrzeuges unterstützt haben.

 

>> Details zur Textilverwertung 

© Kolpingsfamilie Haste / Dodesheide

1. Oktober 2015

Kolping-Gebrauchtkleidersammlung  - sinnvoll & fair

Am Samstag, den 10. Oktober 2015, sammelt unsere Kolpingsfamilie in den Stadtteilen Haste, Dodesheide und Sonnenhügel gute, tragfähige Kleidung (auch z.B. Hüte, Anzüge und Unterwäsche) sowie Bett- und Haushaltswäsche, Schuhe (paarweise gebündelt), Bettfedern im Inlett und Wolldecken, Gürtel, Taschen, Rucksäcke und Vorhänge. Die Kleidung muss sauber und intakt sein. 

 

Bitte stellen Sie Ihre in Plastikbeuteln (Beilage der Haste Töne vom 25.9.2015) verpackte Kleidung bis 8.30 Uhr gut sichtbar an die Straße. Die Bewohner zurückliegender Häuser werden gebeten, die Spenden an die nächste Fahrstraße zu bringen. Alternativ gibt es an der Christus König Kirche eine Sammelstelle die von 08.00 – 12.00 Uhr Ihre Spenden gerne entgegen nimmt.  

 

Die Sammlung findet bei jedem Wetter statt. Die Fahrzeuge fahren nur einmal durch die Straße. Die Sammlung wird gegen 12.00 Uhr beendet sein. Sollte Ihre Spende in den Sammelgebieten nicht abgeholt worden sein, rufen Sie uns bitte noch am Sammeltag bis 12.00 Uhr unter folgender Nummer an: 0172-27 37 689. Wir holen Ihre Spende dann ab.

 

Mit den Erlösen der Gebrauchtkleidersammlung unterstützen wir über die Kolping-Recycling GmbH Kleiderkammern, Second-Hand-Läden und weitere Projekte weltweit. Kleidung ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern auch ein Grundrecht des Menschen. Deshalb soll gespendete Kleidung in einem gut tragbaren Zustand sein.

Sortierte Ware trägt dazu bei, dass sich sozial Schwache, aber auch kinderreiche Familien auf Kleidermärkten oder Basaren, preisgünstige Kleidung kaufen können.

Kolping Recycling verkauft die Sammelware überwiegend an deutsche Sortierbetriebe sowie nach Holland, Belgien und Tschechien. Auch die Sortierung selbst schafft und erhält Arbeitsplätze von Menschen, die wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden und die ansonsten keine Chance mehr hätten.

 

>> Details zur Textilverwertung

Foto der Gebrauchtkleidersammlung 2014
Gebrauchtkleidersammlung 2014 © Kolpingsfamilie Haste / Dodesheide